Tuesday, January 30, 2007

Auf der Autobahn

Das Autofahren ist ja schon so ein Ding für sich. Jeder betreibt es anders und jeder ist der verkorksten Meinung das alle anderen ja sowieso besser heute Morgen mit dem verdammten Bus gefahren wären.

Gas, Bremse, Hupe, Mittelfinger raus...

Das die auch wirklich alle zu blöd sind wie normale Menschen zu fahren! Ob sich solch Leute wohl alleine die Schuhe zubinden können?
Aber wahrscheinlich tragen die eh alle Slipper; das würde auf jeden Fall passen.
Bei all diesem Hass im Kopf kann man sich gar nicht mehr aufs Rauchen konzentrieren. Also stellt man schnell den Kaffee-Becher auf den Beifahrersitz und drückt das gute Stück kurzerhand auf dem Amaturenbrett aus; ein Glück ist der Wagen ja geklaut. Solche Brandflecken im Innenraum senken den Wiederverkaufswert nämlich ins Bodenlose.

An irgendeiner Abfahrt bremst man erstmal eine junge Mutter mit drei kleinen Kindern, die in einem beige-farbenen Passat mit "Baby an Bord" Aufklebern auf Seiten und Dach unterwegs ist so aus, daß die häßliche Karre zur Seite ausbricht und sich dreimal überschlägt.
Das hat diese Amateur-Fahrerin jetzt davon!
Solche Leute haben auf den Straßen eh nichts verloren...
Mit nichtmal 100 Sachen auf der linken Spur.... meine Fresse, die können sich jetzt aber auf was gefasst machen. Nach hupen, abblenden und einem Auffahrmanöver, bei dem für den Bruchteil einer Sekunde sogar Kontakt zwischen den Fahrzeugen war, sieht man nun den Beifahrer des so arg bedrängten Wagens die verhasste, blaue Sirene durchs geöffnete Fenster aufs Dach packen...

Mit den Reflexen eines Pumas zieht man die Handbremse und legt eine 1a "Ein Colt für alle Fälle"-mäßige 180° Wende hin um dann mit Vollgas als wahnsinniger Geisterfahrer vor den verdammten Zivi-Bullen zu flüchten, denn lebend sollen die einen ja schließlich nicht kriegen.

Freie Fahrt dem Tüchtigen!

Das Sonnenstudio

Ohne Licht ist alles Scheiße.

Keine Photosynthese; keine nackten Luder, die ihre nicht makellosen,
dennoch aber durchaus vorzeigbaren, Körper in der Sonne brutzeln lassen;
kein Hautkrebs und auch keine Lichtpunkte auf der Optik.

Aber zum Glück aller gibt es da draußen so eine große, gelbe Kugel die uns alle
völlig kostenfrei mit der beliebten Helligkeit versorgt.
Warum sollte also jemand auf die aberwitzige Idee kommen für Licht Geld zu verlangen?
Oder noch viel besser; wer ist dumm genug diese Person dann auch noch zu bezahlen?

Obwohl jeder normale Mensch sofort an etwas wie Geldwäsche für das Kartell denkt,
wo heftigst mit Goldketten behängte Pseudo-Zuhälter am Eingang des Licht-Ladens
auf ihre tägliche Koks-Kundschaft warten, gibt es doch einen breiten Zuspruch unter dem vom Spitzensteuersatz unberührten Teil der Bevölkerung, der freudestrahlend unterm Prolo-Toaster liegen bleibt bis man so richtig knusprig ist.

Von außen, mit all den roten Lichtern, schon eher wie ein Bordell anmutend, hat sich das Solarium binnen kürzester Zeit fast gänzlich in die Nachbarschaft eingefügt.
Die Penner müssen wenn sie Licht haben wollen nicht mehr wie eine Hausfrau auf einem
Wolle-Petry Konzert, mit einem Wegwerffeuerzeug in der Hand umherschunkeln.
Zwölf jährige Hobby-Nutten können endlich Muttis Bräunungscreme im Schrank stehen lassen und im Endeffekt ist ja auch alles besser als wenn dort ein "Coffee to go"-Laden entstanden wäre und man sich jetzt jeden Tag massenweise pseudo-intellektuelle Lespologie-Studenten und unsympathisch versiffte Erwachsenen Azubis anschauen müsste, ob die da arbeiten oder nur rumgammeln ist dann ja eigentlich auch egal.


Und bloß nicht das Bratfett vergessen!